Logo Urlaubsland Polen
Leerpixel
Urlaub in PolenStartseite
NachrichtenNachrichten
UrlaubsregionenUrlaubsregionen
FerienobjekteFerienobjekte
LeerpixelAusflugstipps
LeerpixelSehenswürdigkeiten
LeerpixelKochrezepte
LeerpixelHansestädte in
LeerpixelPolen
LeerpixelNationalparks
Leerpixelin Polen
Leerpixelethnografische
LeerpixelFreilichtmuseen
Leerpixel
Leerpixel
Leerpixel
LeerpixelRedaktion
LeerpixelKontakt
LeerpixelImpressum


Erstellt mit
WebEdition
Version 8.1.1.0
Leerpixel
Webseite Freunden empfehlen

Golub-Dobrzyń: An der Grenze des Ordenslandes

 
05.09.2009 - 06:42 Uhr

Flüsse bildeten im Mittelalter oft die Grenze von Staaten, Fürstentümern und Regionen. So war es auch im zentralen Teil des heutigen Polens. Der Drewenz-Fluss (heute Drwęca) trennte das Kulmer Land und Masowien. An dessen rechten Ufer entstand in den Jahren 1296 bis 1306 bei Golub eine Burg des Deutschen Ordens, der damit seine Grenze sicherte. Auf der anderen Seite des Flusses errichtete man die polnische Stadt Dobrzyń. Die Burg gibt es noch immer, aber heute sind beide Städte vereinigt und heißen Golub-Dobrzyń. Die Stadt war durch die Grenzverschiebungen zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder im Zentrum kriegerischer Auseinandersetzungen.

Durch die Verwaltungsstrukturen des Deutschordensstaates entwickelte sich Golub anfangs prächtig. Als die Polen gegen die Kreuzritter kämpften und 1410 bei Grunwald Sieger der größten mittelalterlichen Schlacht auf dem europäischen Festland wurden, erlitt Golub starke Zerstörungen. Im Jahre 1422 gab es die als "Goluber Krieg" bekannt gewordenen Auseinandersetzungen. Nach dem Zweiten Thorner Frieden gehörte Golub zu Polen. Als der polnische König Sigismund III. Wasa in der Stadt residierte, ging es wirtschaftlich wieder aufwärts.

Die Dynastie der Wasa hatte auch später eine Bedeutung in Golub. Anna Wasa, die Landrätin von Brodnica, hatte auch die Burg in Golub in ihrem Besitz. Sie lies zwischen 1616 und 1623 die einst gotische Burg umbauen. Die Veränderungen im Stile der Renaisssance sehen wir noch heute.

Während der beiden schwedisch-polnischen Kriegen und dem Siebenjährigen Krieg wurde Golub erneut zerstört. Nach der Ersten polnischen Teilung 1722 gehörte Golub zum preußischen Staat. Durch die Zweite polnische Teilung kam im Jahre 1773 kam auch Dobrzyń zu Preußen.

Ab 1807 gehörten beide Städte zum Großherzogtum Warschau. 1815, durch den Wiener Kongress gelangte Golub erneut zu Preußen.

Infolge des Friedensvertrages von Versailles übernahm Polen Golub erneut. Die geplante Vereinigung von Golub und Dobrzyń konnte jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht vollzogen werden. Das geschah erst 1951.

In der Burg von Golub-Dobrzyń befindet sich heute ein Hotel und ein Museum. Den Gästen erzählt man gern die Legende von spukenden Geistern.

In der Stadt gibt es aber noch mehr Sehenswürdigkeiten: Teile der mittelalterlichen Stadtmauern, zahlreiche Kirchen, ein denkmalgeschütztes Vorlaubenhaus und natürlich der Marktplatz und die Seitengassen. In der Nähe der Burg befindet sich ein Gestüt.

Interessant ist die "Feldschlange" vor der Burg. Diese Kanone wurde speziell für den Film "Potop" (Sintflut) nachgebaut. Dieser Film entstand auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Henryk Sienkiewicz.

Die Burg von Golub-Dobrzyń. Die einst gotische Burg wurde später im Stil der Renaissance umgebaut. Foto: Maik Veit

Blick von der Burg auf die Stadt. Foto: Maik Veit

Eine der "Feldschlangen" vor der Burg. Foto: Maik Veit


Alle unsere Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt und bei redaktioneller Nutzung honorarpflichtig (siehe AGB). Jegliche Verwendung nur nach schriftlicher Bestätigung durch unsere Redaktion.


Urlaubsangebote in Polen


 

 
[zurück]
 
 
Suche in den Nachrichten


RSS  
RSS aktuelle Urlaubsnachrichten aus_Polen
Urlaubsnachrichten
Ermländische Thermen werden bald eröffnet
Landkreis Słupsk - eine interessante Ferienregion zu jeder Jahreszeit
Herbstliche Impressionen aus dem Weichseldelta
Ermländischer Wallfahrtsort Chwalęcin
Sanok - Auf den Spuren des braven Soldaten Schwejk
Kursentwicklung Euro-Złoty
Umtauschkurs Euro Złoty
Quelle: money.pl
powered by webEdition CMS