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Sehenswürdigkeiten in der Region Pommern

 

Historische Hauswirtschaftsgeräte in Kociewie

Von den damals verwendeten Haushaltgegenständen in Kociewie ist heute nur noch sehr wenig erhalten. Aus den früheren Aufzeichnungen weiß man, dass in diesem Landstrich zur Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert die gewöhnlichen bäuerlichen Haushalte nur mit einfachen und bescheidenen Haushaltgeräten ausgestattet waren.

Besser hatten es schon die reicheren Bauern, Gemeindevorsteher, Müller und Schankwirte. Sie besaßen dekorativ bemalte Gegenstände.

Wesentlichstes und repräsentativstes Element einer Bauernstube waren prächtig bunt bemalte Truhen, in welcher die Frauen ihre Wäsche und die Trachten aufbewahrten. Solche Truhen befanden sich fast in jedem Haushalt in Kociewie. Dabei unterschied man zwei wesentliche Formen.

Am häufigsten waren einfache Truhen mit glatten Wänden anzutreffen, die nur an den Kanten dekorative Verzierungen hatten. Dann gab es aber auch noch (ebenfalls rechteckige) Truhen, bei welchen die Tischler auch die Wände mit dekorativen Formen verzierten und Muster hineinschnitten. So entstanden plastische Formen, welche gerade im Barock typisch waren.

Eine Sonderform der Truhen besaß im Inneren des deckels ein Versteck, wo die Dienstmädchen ihr Geld, den Schmuck und das Gebetsbuch unterbrachten.

Alle diese Truhen wurden mit farbigen Motiven reich verziert. Dabei kamen besonders pflanzliche Motive, geometrische Elemente oder Hochzeitsmotive vor.

Ebenso prächtig wie die Truhen waren die Küchenschränke verziert. Sie zählten zu den wichtigsten Gegenständen im Haushalt. Die bemalten Schränke besaßen einen oder zwei Türen und meist zwei Ebenen. Im Inneren brachte man Schüsseln, Kannen, Becher, Gläser und das Besteck unter. Solche Anrichten standen oft in der Nähe der Eingangstür der Kammer direkt an der Wand und nicht weiter vorm Ofen entfernt oder gar daneben.

Typisch für die Bauernhäuser in Kociewie waren die in der Küche, Speisekammer und Diele Regale für stehendes oder hängendes Geschirr und kleinere Haushaltgegenstände.

Die Tische hatte im Allgemeinen eine gerade Form und war selbst gebaut. Entweder stand er auf geraden oder gekreuzten Beinen die durch eine Leiste in der Mitte Stabilität bekamen. Diese Tische wurden nicht besonders künstlerisch gestaltet. Vielmehr besaßen sie praktische Proportionen, welche die Tische alltagstauglich machten. Tische standen üblicherweise zwischen den Fenstern im Eck der Stube oder direkt vor dem Fenster. An den Wänden standen die Sitzbänke mit dekorativen Seitenwänden. Auch die Eckbänke an den Öfen besaßen derartige Verzierungen.

In Kociewie verwendete man oft dreibeinige Hocker mit runder Sitzfläche. Besonders die Handwerker (z.B. Schuster), aber auch zum Melken der Kühe wurden solche Hocker benutzt. Dort gab es aber seitliche Griffe.

Auch die Betten in den Bauernhäuser wurden an ihren beiden Enden in dekorativer Form von den Tischlern verziert und hatten bogenförmige Profile.

Eine Seltenheit in der Gegenwart sind die im 18. und 19. Jahrhundert in ganz Ostpommern vorhandenen zweisitzigen Bänke, welche auch zum Schlafen genutzt wurden. Es waren massive Sitztruhen, wo man im Inneren Bettwäsche und Federbetten unterbrachte. Am Tag konnte man darauf sitzen und nachts schliefen dort die Kinder.

Interessant sind auch die kleinen Haushaltgeräte wie die hölzernen Löffel, Quirle, Kellen und Salzfässer. Aus Holz fertigte man auch Tröge und Formen für die Teigherstellung, aber auch Baumstämmen gefertigte größere Vorratsbehälter für Getreide oder das konservierte Fleisch. Dieses großen Behälter nutzte man besonders in Wald-Kociewie bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts.

Haushaltgegenstände aus vergangenen Jahrhunderten findet man in den Heimatstuben, welche in den Schulen der Kociewie-Region eingerichtet sind. Touristen können sich diese Gegenstände im ethnografischen Freilichtmuseum (Skansen) in Wdzydze Kiszewskie ansehen, wo sie in alten Bauernhäusern des Museumsdorfes ausgestellt sind. Dort findet man Holzhäuser aus der Kociewie-Region. Wdzydze Kiszewskie ist knapp 50 Kilometer von Starogard Gdański entfernt.

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Bemalte Truhe aus Kociewie. Foto: Landkreisverwaltung

 

Wandhalterung mit Holzlöffeln. Foto: Landkreisverwaltung

 

Hölzernes Sieb. Foto: Landkreisverwaltung

 

 
Diese Sehenswürdigkeit präsentiert Ihnen:

Landkreis Starogard Gdański

Zentrum der Kociewie-Region.

 
 

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Quelle: money.pl