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Traditionen im Landkreis Lidzbark Warmiński

 

Heiliges Ermland

 

Das Ermland ist eine historische Region im Nordosten von Polen. Einst war der Landstrich von den Prussen (sie zählten zu den baltischen Völkern) bewohnt. Hier war der Stamm der Warmen zu Hause, wovon sich polnische Name für das Ermland „Warmia“ ableitete. Später kämpften diese mit den slawischen Polen um das Gebiet. Im Jahre 997 war der später heilig gesprochene Missionar Adelbert von Prag (in Polen als Hl. Wojciech bekannt) unterwegs, um die heidnischen Prussen zu christianisieren. Er wurde jedoch in der Gegend des heutigen Pasłęk erschlagen. Ein ähnliches Schicksal ereilte den Mönch Bruno von Querfurt, welcher im Jahre 1009 in Masuren starb. Die prussischen Stämme widersetzten sich, den christlichen Glauben anzunehmen.

Den ersten Bischof des Fürstbistums Ermland ernannte der Papst im Jahre 1216. Dieser wollte eine Unabhängigkeit von der apostolischen Hauptstadt und so kam es zu Konflikten mit dem Vatikan. Aber auch die Prussen ließen nicht von ihren Kämpfen ab. Der masowische Herzog Konrad I., welcher sein Gebiet erweitern wollte, holte im Jahr 1226 den Deutschen Orden zu Hilfe, um die Prussen zu vertreiben, vor allem aber auch, weil sie in sein Masowien einfielen. Dafür überließ er dem Orden ab 1230 das Kulmerland. Der Deutsche Orden setzte seine Expansionspläne um und eroberte weitere einst prussische Landstriche. Eben auch das Ermland. Für die erfolgreichen Dienste des Ordens bekam er die Verwaltung in den Ländereien übertragen. Daraus entwickelte sich der Deutschordensstaat.

Das Ermland war eines der Fürsbischofsämter, welches wiederum in einzelne Kammerämter aufgeteilt war. Sitz des Fürstbischofs war zwischen den Jahren 1350 und 1795 das Heilsberger Schloss (heute Lidzbark Warmiński). Zuvor (ab 1341) residierten die Bischöfe in Wormditt (heute Orneta). Zur Zeit der preußischen Herrschaft im Ermland (1795 bis 1945) wählte man Frauenburg (Frombork) als Sitz des Bischofs.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen des Deutschordensstaates bekam das Ermland eine besondere Verwaltungsstruktur. Der Deutsche Orden sicherte das Bistum nach außen. Die innere Verwaltung erfolgte durch die Bischöfe (als Fürstbischöfe) und das Ermländische Domkapitel. Letzteres verwaltete drei Kammerämter.

Diese Konstellation war auch der Grund, warum zur Zeit der Reformation das umliegende Masuren den evangelischen Glauben annahm und im Ermland über die gesamte Zeit der Katholizismus die dominierende Religion war.

Typisch für das Ermland sind die zahlreichen Wegesrandkapellen (hier einige Fotos) sowie die Gotteshäuser, die überwiegend im Stile der Gotik gebaut wurden.

Im Ermland gibt es noch heute Wallfahrtsorte, welche zum großen Teil im Landkreis Lidzbark Warmiński zu finden sind. Beispielsweise das Kloster Stoczek, der Marienwallfahrtsort Chwalęcin oder das Sanktuarium in Krosno. Am östlichen Rand des Ermlandes (aber schon in Masuren) ist das bekannte Sanktuarium Heiligelinde (Święta Lipka) lokalisiert. Das Mariensaktuarium Gietrzwałd gehört schon zum Landkreis Olsztyn.

Wer heute den Landkreis Lidzbark Warmiński besucht, kann auf historischen Spuren das „heilige Ermland“ kennenlernen.

 
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Wallfahrtsort Stoczek Klasztorny. Foto Landkreisverwaltung

 

Typisch für das Ermland sind die Wegesrandkapellen. Foto: Maik Veit

 


Diesen Artikel präsentiert:
Landkreis Lidzbark Warmiński
Im Herzen des Ermlandes.
 

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Quelle: money.pl